Grund-Konzept Harddisk-Recording

Unterschied von Band- und Festplatten-orientierter Arbeit:


Die Audio-Verarbeitung beim Harddiskrecording findet rechnernah statt,

dabei treten folgende Gesichtspunkte zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit auf:

folgende Liste ist das Ergebnis von Benchmarktests mithilfe des Programms Norton-Utility Version 6 (Mac) aus dem Jahre 2003:
die Übersicht zeigt in der linken Spalte die Namen der getesteten Festplatten, welche einzelnen Rechnern zugeordnet sind bzw. als Systemplatten fest auf diesen Rechnern installiert sind.

Erläuterung zu einigen Messmethoden:

Weitere Benchmarktests wurden Anfang 2005 im Rahmen des KT-Labors mit dem Programm X-Bench gemacht (Xbench was developed to provide a comprehensive benchmarking solution for Mac OS X. Xbench is useful not only for comparing the relative speeds of two different Macintoshes, but also for optimizing performance on a single machine. Xbench is accompanied by a website that allows graphical side-by-side comparison of any out of thousands of submitted benchmarks).

Bei der Geschwindigkeits- und Kapazitäts-Schätzung merke man sich:
bei 44.1 kHz Sample-Rate und 16-Bit-Auflösung beansprucht 1 Minute Stereo ziemlich genau 10 MB Speicherplatz.

Weitere Informationen zu Soundfile-Formaten siehe Links und das Referat Audioformate.


Übersicht SCSI-Platten (siehe auch Transtec bzw. Transtec-Artikel):

 


Zur Geschichte der Festpalttennutzung bei Protools:

Das Schreiben-und-Lesen-Konzept der Audiofiles von Festplatte hat dank der rasenden technischen Entwicklung in den letzten Jahren interessante Veränderungen erfahren: die Protools-III-Systeme (NuBus und PCI) vor ca. 10 Jahren verfügten noch über einen eigenen SCSI-Controler jeweils auf der Disk-I/O-Karte (diesen SCSI-Bus bezeichnete man als "digi-Bus"), weil man davon ausgehen musste, dass die Mac-SCSI-Ports zu langsam sind. Dieser Extra-SCSI-Port war in der Lage, 16 Audiofiles zur gleichen Zeit sicher zu bedienen (entspricht einem Datentransfer von ca. 1,4 MB/s).

Diese Geschwindigkeit ist, verglichen mit der aktuell möglichen, gering: man bedenke, dass bereits das historische SCSI-1-Protokoll 5 MB/s vorsah, im "fast" oder "wide"-Modus aber bereits doppelt so viel und im "fast+wide"-Modus bis zu 20 MB/s transportieren konnte - siehe Bild oben! -.
Man bedenke, dass momentan nur noch Festplatten zu kaufen sind, die 30 MB/s und mehr bringen!
Man bedenke, dass die von den Herstellern angegebenen Transferraten nur kurz und unter günstigsten Bedingungen eingehalten werden und dass die Effizienz bzw. die gemittelte Transferrate über längere Zeit bei 60% bis 70% der maximalen Rate liegt!

Aus dieser Sicht stellte der langsame 8-Bit-breite "Narrow"-digi-Bus ein schwerwiegendes Nadelöhr dar! Digidesign lieferte übrigens nur spezielle SCSI-Kabel mit einer exotischen Buchse an der Kartenseite und ausgerechnet einem alten 50-poligen SCSI-1-Stecker auf der Festplattenseite, was unweigerlich im Studiobetrieb Adapter bzw. unzulässig lange Adapterkabel zur Folge hatte und den sicheren Betrieb beeinträchtigte bzw. unter ungünstigen Bedingungen unmöglich machte (wenn Dank eines falschen Adapters das Higher-Byte nicht ordnungsgemäß abgeschlossen ist).

Die neueren Systeme sehen diesen digi-Bus nicht mehr vor! Die Nutzer können große und preiswerte Ultra-ATA-Platten (IDE-Platten-Familie) an ihren internen Ultra-ATA-Bus des G4 bzw. G5 anschließen. Von Pro Tools werden alle angemeldeten internen und externen Volumes akzeptiert (USB, Firewire) soweit es keine Netz-Volumes und Daten-CD bzw. -DVD sind.
Allerdings wird erwartet, dass die Einbindung auch von Netz-Servern bald möglich sein wird, zumal der 100 MBit-Transfer (inzwischen Gigabit!) über Switche längst üblich und auch durchaus schnell genug ist (schneller als DVD-Laufwerke!).

Die Ethernet-Konfiguration mit 100 MBit wird im TU-Studio von allen Macs und den Linux-Maschinen unterstützt. Bei einer Messung kann man den tatsächlichen Datentransfer über das Netz messen:
es kommen etwa 10 MB/s für das 100MBit-Ethernet und etwa 1,2 MB/s beim alten 10 MBit-Ethernet zustande!

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass für 32 Voices maximal 10/(60*16) * 2,5 MB/s gefordert werden, so wird klar, dass ein 100Mbit-Netzwerk etwa 128 Voices in der Lage wäre zu bedienen!

Firmenspezifikationen für folgende im Studio mehrfach vorhandenen Festplatten sagen:


Beachten sie hierzu auch die Firmenangaben bzw. Kataloge zum Stichwort Massenspeicher (siehe "Links").